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als Antwort auf: Reklamationspauschalen #26144
Hallo Vivian,
bei uns wurden alle Zulieferanten wie folgt, nur kurz beschrieben, darüber informiert, daß wir pro Reklamation €60.- zusätzlich verlangen. Diese Pauschale beinhaltet:
– Handling n.i.O.-Teile (Kennzeichnen, sicher-stellen)
– Erstellen der Doku (Prüfbericht, 8D-Report)
– SAP-Buchung
– Rückversand (Lieferschein & Belastung schreiben, Verpacken der Teile)
– Reklamationsverfolgung (incl. Mahnwesen)Die Kosten für Teilepreis, evtl. Sortierung usw., werden natürlich dem Lieferanten separat berechnet.
Die Lieferanten verpflichteten sich gegenüber uns per QSV zum Ziel “ Null-Fehler“ ! U.a. wird dies jedoch durch den Faktor „Mensch“ und instabile Prozesse, wohl sehr schwer erreichbar sein oder ist nur durch Investitionen für Prüfautomaten abzusichern ist.
Da diese nur sehr selten eingesetzt werden, müssen wir wohl immer mit n.i.O. Teilen vom Lieferanten rechnen.
Logisch ist dann halt eben auch, daß die uns hierfür entstehenden Zusatzkosten (siehe oben)vom Lieferanten zu tragen sind.
Bei uns kann sich aufgrund der Teile- und Lieferantenvielfalt, 1 Mitarbeiter „fulltime“ nur mit Reklamationen beschäftigen. Wer zahlt uns das? Und das nur, weil die Lieferanten nicht in der Lage sind, halt 100% Qualität zu liefern.
Das muß in der heutigen Lage für uns, den Kunden, kostenneutral sein !In meinem vorhergehenden Betrieb (Automotiv-Zulieferer) mussten wir bei einer Reklamation eines Teiles (Druckschalter Klimaanlage, VK-Preis = € 6,50)ganze € 70.-/St. an Aus- und Einbaukosten, Befüllen der Klimaanlage, erneute Prüfung der Funktion und Dichtheit im KFZ, Handling plus den Teilepreis)dem Kunden erstatten. Man kann sich vorstellen, daß bei einer Tagesproduktion von 5.000 Teilen und bei gerade mal 0,1% fehlerhaft angelieferten Teilen (= 5 St. n.i.O./Tag = € 375.- Reklamtionspauschale + € 32,50 Teilepreis, Summe: € 400.-/ Tag bei 5 n.i.O. Teilen).
Wir hatten schnell erkannt, daß eine 100%-Endprüfung notwendig war und nur durch einen automatischen Prüfautomaten (kostete uns stolze € 50.000) realisierbar ist. Innerhalb von ca. 6 Monaten war dieser amortisiert und vor allen Dingen unser Image zum Kunden wieder i.O. !
Es muß dem Lieferanten halt schon mal ein wenig Schmerzen bereiten, bis er einsieht, sich zu verbessern! 0-Fehler ;-)Gruß
Qualyman
PS: von unseren rund 150 Lieferanten, haben ca. 120 das auch gleich eingesehen und die Zusatzabmachung „Reklamationspauschale € 60.-“ schriftlich bestätigt.
Spruch des Tages: wer ein Problem genaustens definiert, hat schon zu 75 % die Ursache erkannt!
als Antwort auf: Mitarbeitermotivation #26125Hallo liebe QMB-Riege,
hier der korrigierte Link zu der Broschüre „ISO 9000: 200 als leichte Kost“
(www.drstarke-managementsys.de
Sowas ähnliches ist bei(www.cars-ffm.com) erhältlich.Spruch des Tages:
Wer ein Problem genaustens definiert, hat schon die halbe Lösung!Gruß
qualyman
als Antwort auf: Mitarbeitermotivation #26062Hallo,
willkommen im Club der Qualitöter!
Hatte vor ca. 6 Jahren das gleiche Problem, es fanden sich mehr „Knüppelstecker“ als Q-Teamfähige, leider!!!
Als unser Automobilkunde jedoch klar machte, daß wir ohne QM-System keine neuen Projekte mehr bekommen, wandelte sich jedoch die Einstellung der o.g. schlagartig. Denn: kein Zertifikat = keine neuen Projekte = kein Gewinn = keine Arbeit mehr. Aus die Maus!
Habe daraufhin ein Kick Off veranstaltet und die Notwendigkeit anhand von Beispielen dargelegt. Am Ende habe ich eine sehr nette Bröschüre (www.dstarke-managementsys.de „ISO 9000 leichte Kost“ -ist keine Schleich-werbung, nur ein Hinweis) verteilt, einen Quiz-Fragebogen zum Inhalt gestaltet, für ca. DM 500.- Sachpreise gekauft und damit QM-Quiz veranstaltet. Kam suuuper bei Allen an! Nach einem Jahr hatten wir mit Unterstützung von einem Trainer ISO, QS 9000 und VDA 6.1 bestanden und wir leben nach diesem immer noch.
Noch ein schlauer Spruch zum Schluß:
Ein Qualitätsmanagement zeigt die Qualität eines Managements ! ,-)
Falls Kontakt erwünscht: [email protected]Gruß
Qualyman -
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